ERDENWERT E.V.
VEREINSSATZUNG
Gemäß Beschlussfassung der gründenden Mitgliederversammlung am 29. Juli 2024
Leitbild
Der Zustand des Bodens ist für uns von elementarer Bedeutung. Durch seine Pflege und Gesundung können kraftvolle Potenziale für den Natur- und Umweltschutz entwickelt werden. Wenn wir diese erkennen und nutzen, können wir einen positiven Wandel hin zu einem ganzheitlichen Fühlen und Handeln anstoßen. Dieses Handeln sollte die Verbundenheit aller Menschen untereinander sowie die Beziehung zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellen.
Der Verein initiiert und unterstützt Projekte, die als Entwicklungsorte für resiliente, biologische Vielfalt und als Lernorte für Menschen dienen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Bodenfruchtbarkeit, der die Basis für die Entwicklung von Gärten, ursprünglichen/kulturell geprägten Landschaften und landwirtschaftlich genutzten Flächen bildet. Unser Ziel ist es, Klimaanpassung im Einklang mit Natur und Mensch voranzutreiben und unsere Umwelt zu beleben. Diese Projekte sind in verschiedenen urbanen und ländlichen Gebieten angesiedelt – sowohl national als auch international. Dabei engagieren wir uns für Nachhaltigkeit, Umweltschutz, alternative Landwirtschaft und regenerative Maßnahmen.
Indem wir den Wert des Bodens, seine vielfältigen Vernetzungs- und Abhängigkeitsstrukturen sowie seine zentrale Rolle für unser Leben und Wohlbefinden anerkennen, können wir Wege finden, respektvoller und verantwortungsbewusster mit Mutter Natur umzugehen. Dies ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale und gesundheitliche Notwendigkeit, die uns alle betrifft und von der wir alle profitieren können.
Als Verein betrachten wir die Vermittlung von Wissen, insbesondere zur Bodenfruchtbarkeit, als einen entscheidenden Bestandteil der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein Wissen, das sich am Besten durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis entwickeln lässt. Indem wir dementsprechend Workshops und Seminare anbieten, die außerdem den unterschiedlichen Standorten und Gegebenheiten angepasst werden, schaffen wir eine Grundlage für selbstermächtigtes, nachhaltiges Handeln. Mit einem transdisziplinären Ansatz, der den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördert, wollen wir zudem die Vernetzung vorantreiben, um lokale sowie grenzübergreifende Strukturen zu stärken.
Ein weiterer zentraler Aspekt unserer Arbeit ist die Förderung der Verbindung von Kunst und Natur. Kunst wird hier nicht nur als ästhetisches Medium betrachtet, sondern vielmehr als Mittel der Kommunikation, als ein Weg, der es ermöglicht, eine tiefe Verbindung zwischen Mensch und Umwelt herzustellen. Durch sie wollen wir unsere Beziehung zur Natur auf vielfältige Weise erkunden und vertiefen. Wir erkennen die Kunst als einen integralen Bestandteil unserer Bemühungen an, eine nachhaltige und harmonische Beziehung zwischen Mensch und Natur zu fördern.
Die Dokumentation, Berichterstattung und anschließende Präsentation unserer Förderarbeit sowie unserer Vernetzungstätigkeiten mit Akteuren, Erzeugergemeinschaften, Dialogpartnern und Institutionen sind von zentraler Bedeutung für unsere Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Ergebnisse und Erkenntnisse für Interessengruppen und Multiplikatoren zugänglich zu machen und somit die Reichweite und Wirkung der Vereinsarbeit zu erhöhen.
Zudem fördern wir eine internationale Haltung, Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und den Völkerverständigungsgedanken. Der Verein strebt eine kulturelle Entwicklung des Menschen im Sinne der freien Entfaltung des Einzelnen, der Anerkennung des Anderen und eines harmonischen Miteinanders an. Wir setzen uns dafür ein, ein Bewusstsein für zukunftsfähige Lebensstile zu schaffen und konkrete Ideen zur Umsetzung zu entwickeln. Dazu gehört es, Fragen der Nachhaltigkeit zu diskutieren und die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen, von Interessengemeinschaften und von Gesellschaften zu entdecken und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu entwickeln.

